Gemeindereferentinnen Bundesverband

Bei euch soll es anDeRS sein

von Raphael Schäfer

Bericht über den diözesanen Begegnungstag 2012

Der 13. Oktober war für viele aus unserer Berufsgruppe ein besonderer Tag. Vor 11 Jahren hatte das letzte vergleichbare Treffen unter dem Motto „Quo vadis" stattgefunden. Auch wenn noch längst auf diese Frage keine endgültige Antwort gefunden wurde, so stand bei diesem diözesanen Treffen die Begegnung im Vordergrund. Am Vormittag fand zunächst nach einer gut moderierten Ankommrunde der feierliche Gottesdienst mit dem Bischof statt. Besonders beeindruckend dabei waren die musikalische Gestaltung der Liturgie und die „Resonanz" der Mitfeiernden. In der Predigt betonte dann Gebhard Fürst, dass die Berufsgruppe der Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in unserer Diözese nicht wegzudenken ist. In einer pluralistischen Gesellschaft sei sie notwendig, um die diakonische Dimension der christlichen Botschaft glaubwürdig zu vermitteln.

Nach einem kleinen Imbiss am Mittag gab es dann zehn unterschiedliche Begegnungsräume, von denen unser Berufsverband einen unter dem Leitsatz „Gottes Zelt in der Welt - eine Anfrage an unseren Beruf" gestaltet hat. Damit war der Berufsverband ein Wagnis eingegangen, was sich aber voll und ganz gelohnt hat. Der Berufsverband hatte seine Unterkunft in ein Zelt verlegt. So wollte man sich von der frohen Botschaft der Heiligen Schrift inspirieren lassen. Im Zelt zudem gab es zahlreiche Ausschnitte aus den magazinen der vergangenen Jahre mit wichtigen Impulsen für die Zukunft unseres Berufes zu lesen. In einer Schreibmeditation wurden dann diese und weitere Gedanken miteinander geteilt. Das Zelt war aber nicht nur eine Ideenwerkstatt sondern auch ein ganz offener Begegnungsraum orientalischer Prägung. Vielleicht war auch dies ein Grund, dass sich sechs neue Mitglieder an diesem Tag dem Berufsverband angeschlossen haben, worüber die Freude groß war. Die gemachten Erfahrungen sollen dann bei der nächsten Mitgliederversammlung diskutiert werden.

Gegen 16.00 Uhr gab es noch einmal einen kurzen Rückblick auf den Tag. Viele äußerten sich sehr positiv zu dem Tag. Es wurde aber auch spürbar das Kolleginnen und Kollegen an ihren Stellen immer noch unter ihrer Arbeit leiden. Auch dafür hatte der Bischof an diesem Tag ein Ohr. So betonte er noch einmal, dass er uneingeschränkt zu unserer Berufsgruppe in der Diözese steht. Als zukunftsweisend sieht er zudem die kooperative Pastoral in den Gemeinden. Kirche ist da nur glaubwürdig und authentisch wo ihre einzelnen Berufsträger im Sinne Jesu Christi zusammen arbeiten. Für den Bischof ist in diesem Zusammenhang das paulinische Bild vom Körper mit den unterschiedlichen Gliedern von großer Bedeutung. Es brauche die Unterschiedlichkeit, aber das Ganze müsse eine klare Kontur zeigen.

Der Begegnungstag war für viele aufbauend und eine willkommene Abwechslung vom Alltagsgeschäft. Beeindruckend war, wie viele diesen Tag mitgestaltet und zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Nun bleibt zu hoffen, dass das Motto des Tages für die Zukunft inspiriert und weiterbringt und der nächste Begegnungstag früher kommt.

Begegnung im Zelt unter dem Motto: Gottes Zelt in der Welt
Begegnung im Zelt unter dem Motto: Gottes Zelt in der Welt