Gemeindereferentinnen Bundesverband

20 Jahre berufsverband_drs

von Raphael Schäfer

Am Samstag, 15. Oktober 2011 feierte der Berufsverband der GemeindereferentInnen in Ulm – dem Ort der Gründung- sein 20jähriges Bestehen. Viele Mitglieder des Verbandes in der Diözese Rottenburg-Stuttgart folgten der Einladung und auch Nichtmitglieder waren willkommen. Mit einem Glas Sekt wurde auf das Jubiläum angestoßen und es gratulierte auch ein Vertreter des Bundesverbandes.

Zeit zur Begegnung und zum Austausch zu Beginn und zwischen den Programmpunkten war für die Vorstandschaft und das Vorbereitungsteam ein großes Anliegen. Und so bunt wie die Frauen und Männer der Berufsgruppe sind, so bunt war auch das Nachmittagsprogramm:
Witziges und Nachdenkliches innerhalb der Kirche und über den Kirchturm hinaus bot der Theologe, Journalist und Pastoralreferent Uwe Beck in seinem Kabarettprogramm. Er rundete dieses mit einer ‚Kirchengemeinderatssitzung’ ab, die trotz Überspitzung und pointierten Formulierungen den ZuhörerInnen doch irgendwie bekannt erschien.

Zur Zukunft des Berufes hielt Frau Prof’in Dr.theol. Agnes Wuckelt von der Katholischen Hochschule in Paderborn ein Impulsreferat. Zuerst blickte sie auf die Anfänge des Berufes der Gemeindehelferin (später Seelsorgehelferin), unter dem Dach der Caritas in Freiburg zurück. Denn vor etwa 100 Jahren entwickelte sich das Bewusstsein, dass die Kirche zu weit weg von den Menschen ist und dass man z.B. durch Hausbesuche die Menschen (wieder) erreichen kann. Und man erkannte, dass Seelsorge nicht nur auf ‚das Jenseits’ gerichtet sein darf, sondern auch die Sorge um die körperliche, materielle Not beinhaltet. Diese Vorreiterrolle übernahmen damals die Frauen, die für dieses Tun eine Berufung spürten.‚Kirche bei den Menschen’ ist wohl auch in Zukunft für den Berufsstandsstand der GemeindereferentInnen eine wichtige Basis.

Rechtzeitig zum Jubiläum wurde auch der neue Handzettel des Berufsverbandes vorgestellt. Dieser soll aufmerksam machen auf die vielfältigen Aufgaben des Verbandes und natürlich auch der Mitgliederwerbung dienen.

Den Abschluss des Festtages bildete ein Gottesdienst in der der Suso-Kirche. Gemeinsam beten und singen, Wort und Brot miteinander teilen –
dies waren die prägenden Elemente des Gottesdienstes. Beim Hören des Evangeliums –der frohen Botschaft- von der Heilung des Gelähmten wurde besonders auf ‚die Menge’, ‚die Träger’, ‚den Gelähmten’ und ‚die Schriftgelehrten’ geachtet und dies dann auch einander mitge-teilt. Bei der Agapefeier wurde Brot und Saft geteilt und den Segen wurde im Kreis –sich gegenseitig die Hände auflegend- zugesprochen. Eine segensreiche Abrundung des Tages.