Gemeindereferentinnen Bundesverband

von Gabriele Fischer

Bericht der MV am 18. November 2013

Vormittags: Projekt Gemeinde

Das ‚Projekt Gemeinde’ ist aus dem Dialogprozess der Diözese Rottenburg –Stuttgart hervorgegangen. Ein Projekt, zumal es in verschiedenen Untergruppen zeitgleich erarbeitet wird, ist immer im Fluss und manchmal weiß niemand so richtig, was nun Stand der Dinge ist. So und so ähnlich ging es uns, als wir am diesem Montagmorgen im November uns mit einem Thesenpapier beschäftigten. Es zeigte sich, dass dessen Inhalte bereits durch neuere Papiere überholt worden sind. Das tat unseren inhaltlichen Diskussionen keinen Abbruch. Gerade dann, wenn wir z.B. diskutieren „Wie Menschen von uns wahrgenommen werden möchten“, zeigt sich schnell, wie unterschiedlich wir unsere berufliche Rolle ausfüllen. Es stellte sich auch – mal wieder heraus – wie unterschiedlich Kirche auf dem Land zum Ballungsraum Stuttgart agiert: In ländlichen Gebieten unserer Diözese gibt die Kirche noch viel mehr vor, die Menschen passen sich an die Tradition vor Ort an. Ganz anders „im Städtischen Raum“. Dort geht Kirche viel mehr auf die Lebenswirklichkeit und die Individualität der Menschen zu und ein.

Mittagspause:

Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant mit intensivem Austausch unter den Mitgliedern des Berufsverbandes. Gerade dieses Auffrischen der Kontakte untereinander und das Kennenlernen neuer Mitglieder erleben wir sehr belebend und bereichernd. Es ist eine Mischung aus Infobörse, gegenseitiger Anteilnahme und Ermutigung.

Nachmittags: Mitgliederversammlung

Im Mittelpunkt stand zunächst der Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Es folgte ein Bericht vom Gespräch mit der Hauptabteilung Schulen. Der Vorstand hatte sich mit der dafür zuständigen Ordinariatsrätin Frau Augustiniak-Dürr und der Leiterin des Fachbereiches „Religionsunterricht an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen“ Frau Wölki zu einem Antrittsbesuch getroffen, da beide Frauen relativ neu in ihrem Amt sind. Sie konnten so den Verband und unsere Anliegen für den Bereich Schule vorbringen, vor allem was es für uns Berufsträger/innen bedeutet, die Doppelrolle Schule und Gemeinde zu bewältigen. Des Weiteren ging es um die Veränderung der Schullandschaft durch die Grün-Rote Regierung in Baden-Württemberg, deren Auswirkungen und möglichen Konsequenzen für den Religionsunterricht bzw. neuen Möglichkeiten für die Kirchengemeinden.

Kurz vorgestellt wurde die Studie ‚Befragung zu Lebenssituation und Tätigkeit von Priestern und Seelsorger/innen in Zeiten pastoralen Wandels – Förderung von Gesundheit und Engagement im Dienst der Seelsorge’. Der Berufsverband war in die Vorbereitung der Studie in unserer Diözese miteinbezogen worden. Die Studie wird von Pfarrer Dr. Christoph Jacobs, Priesterseelsorger der Diözese Paderborn und Pastoralpsychologe mit einem Lehrauftrag an der theologischen Fakultät in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten verantwortet und durchgeführt. Wir empfehlen allen Kolleg/innen sich an dieser Studie zu beteiligen, damit der Diözese möglichst umfassende Rückmeldungen gegeben werden können. Die Umfrage ist anonym und die Auswertung erfolgt durch die Forschungsgruppe, die außerhalb unserer Diözese angesiedelt ist.

Durch sparsames Wirtschaften können wir den Mitgliedsbeitrag unseres Berufsverbandes seit vielen Jahren stabil halten. Das tut all unseren teuerungsgebeutelten Kontoständen gut. Gerade im Südwesten der Republik ist das tägliche Leben sehr kostspielig, , was mit der „wirtschaftlichen Stärke“ der Region zusammenhängt. Die Gehälter von uns GR sind leider nach wie vor nicht besonders hoch. Um so mehr freut es uns, wenn wir Überschüsse an überzeugende Projekte, die mit unserem Beruf in Verbindung stehen, spenden können. So beschloss die Mitgliederversammlung folgende Projekte im Ausland, in denen Kolleginnen von uns arbeiten, mit je 750 € unterstützen: Die Innenausstattung eines Zentrums für natürliche Medizin in Angola, die Arbeit in einem Zentrum in Südafrika und Bildungsmaßnahmen für Mädchen und Frauen eines Ordens in Nordindien.

Berichte über die Netzwerkarbeit des Berufsverbandes rundeten die Versammlung ab. So gab es Kontakte mit dem Verband der Pastoralreferent/innen, einem Sprecher der Diakone und Priestern der AGR. Wir sind regelmäßig im Diözesanrat vertreten und nehmen an den Versammlungen des Bundesverbandes teil.

Spontan bildete sich eine Arbeitsgruppe, die zusammen mit der Diözesanreferentin Ursula Schieler ausloten möchte, wie die Diözese Kolleg/innen ihre Wertschätzung zu besonderen Berufsjubiläen über das aktuell Übliche hinaus zeigen kann. Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind von Seiten des Verbandes: Ingrid Beck, Gabriele Greiner-Jopp, Susanne Walter und Michael Ziegler.

Die Mitgliederversammlungen 2014 finden am 31. März  - dann mit Vorstandswahlen - und am 24. Oktober statt. Im Vorfeld der Herbstmitgliederversammlung 23. bis 24. Oktober findet  2014 auch die Fortbildung „BurnOn – Brennen ohne auszubrennen“ statt. Dieses Fortbildungsangebot wurde wieder wie bereits in den Vorjahren zusammen mit dem IFW Rottenburg im Johann-Baptist-Hirscher Haus organisiert. Herzliche Einladung dazu!

 

Blickwechsel - Projekt Gemeinde
Blickwechsel - Projekt Gemeinde
Blickwechsel - Projekt Gemeinde