Gemeindereferentinnen Bundesverband

„Das einzig Beständige ist der Wandel“

von Gabriele Greiner-Jopp

Das einzig Beständige ist der Wandel - diese Weisheit gilt immer noch: Für unsere Welt, für die Gesellschaft mehr denn je, für unsere Kirchengemeinden und somit auch für die Pastoral.

Bericht zum Vormittag der Mitgliederversammlung am 29. April 2013 mit dem Thema  Kindergartenbeauftragte Pastoral.

Durch den Rottenburger Kindergartenplan verpflichtete sich unsere Diözese den Eltern eine fachlich hochwertige Dienstleistung anzubieten. Das geschieht durch ein pastorales und religionspädagogisches Rahmenkonzept und durch die Unterstützung der Träger von Kindergärtnerin personeller und finanzieller Hinsicht.

Eine personelle Säule dabei ist die „Kindergartenbeauftragte Pastoral“ = KBP

GR’s als ausgebildete ReligionspädagogInnen sind prädestiniert für die Funktion KBP. Sie vermitteln zwischen ErzieherInnen, Eltern, Kirchengemeinde und sind Fachleute für religiöse Entwicklung und Angebote.

Unter der Anleitung erfahrener KBPs wurde an diesem Vormittag 2 Fragen nachgegangen:

  1. Wie sieht das Ideal einer KBP aus?
  2. Welche Schritte führen dahin?

Das Ergebnis der intensiven Diskussion: drei Begriffe sind zentral für das Gelingen:

Raum, Beziehung, Diakonie

Raum: der Kindergarten wird als pastoraler Raum erlebt, der Begegnung mit ganz unterschiedlichen Menschen verschiedener Milieus ermöglicht. Kindergarten ist ein Ort, an dem Kirche missionarisch handelt, ihre Perspektiven erweitert und lernt. Kindergarten ist ein pastoraler Raum, der nicht verzweckt wird, sondern wertgeschätzt und respektiert.

Beziehung: Die Rollen der Handlenden: Träger, KBP und KBV (Kindergartenbeauftragte/r Verwaltung),  KGR mit Kindergartenausschuss, Leitung, ErzieherInnen, Eltern sind sauber geklärt bzw. befinden sich in einem ständigen Prozess der Reflexion. Das Kind ist Subjekt – nicht Objekt – der religiösen Bildung. Im Kindergarten wird religionssensibel gearbeitet; es gilt die religiöse Gastfreundschaft und es gibt religiöse Angebote seitens der Kirchengemeinde/ KBP.

Diakonie: Das Miteinander aller ist von Vertrauen geprägt. Die Eltern Beiträge sind sozial verträglich gestaltet. Die Nöte und Bedürfnisse der Familien sind im Blick.

Als wichtige Schritte zur Verwirklichung wurden genannt,

  • dass die gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten unverzichtbar ist
  • dass eine hohe Transparenz herrscht bezüglich der Vorgaben und getroffenen Entscheidungen
  • eine gute Öffentlichkeitsarbeit
  • ein gemeinsames Leitbild
  • eine professionelle Begleitung

Jeder Punkt der o.g. Schritte, der verwirklicht wird oder bereits ist, trägt dazu bei, dass die Aufgabe als KBP sinnvoll erlebt wird, und die Zeit im Kindergarten für Kinder, ErzieherInnen und Eltern positiv ist. Kirche gestaltet so den Wandel missionarisch und im Sinne des Evangeliums mit.

Allen Beteiligten war klar, dass selten ideale Bedingungen herrschen werden.

Wir danken Barbara Kunz als Referentin undUlrike Roth als Verantwortlicher des Vorstandes für diesen inhaltlichen Teil der MV; beide haben es mit ihrer Erfahrung und Flexibilität ermöglicht, dass die Anwesenden in ihrer Arbeit als KBP gestärkt und angeregt wurden.